Herzschlag und Atmung

Herzschlag und Atmung hängen zusammen und beeinflußen einander. Sie sind fundamentale Pulsationsbewegungen, die somatische und seelische Aktivität offenbaren. Der ganze Körper ist eine Röhre, die atmend in Wellen von Expansion und Kontraktion pulsiert. Ist sie nicht über die ganze Bandbreite ihrer inneren Beweglichkeit flexibel, sind die Möglichkeiten zu handeln und zu fühlen begrenzt, so daß die Pulsation unsere somatische und geistige Verfassung ist.
Atmung findet in den Lungen und generell auf Zellebene überall im Gewebe statt. Ein komplexes Zusammenspiel innerer und äußerer Klappen ermöglicht die Atmung und das damit verbundene Gefühl von Lebendigkeit: Kopf, Brust und Bauch sind die drei Ausbuchtungen der Röhrenstruktur, die durch die zwei Einschnürungen von Hals und Taille unterteilt sind.
Das Zwerchfell in der Mitte wirkt wie ein großer Kolben, der das Herz und den Vagusnerv massiert und den Druck in Brust- und Bauchraum verändert und dabei vom Beckenboden mit seinen Muskelgruppen unterstützt wird.
Am oberen Ende wirken die harte Hirnhaut, die Durafalte des Gehirns und die Umhüllungen der Wirbelsäule als flexible Röhre, die die zerebrospinale Flüssigkeit befördert. Im Schädelraum können sich Keil- und Siebbein mit dem Hinterhauptloch nach oben und unten bewegen, um den Druck zu beeinflussen. Diese Pulsation wird von Mund und Zunge unterstützt.
Starre und Steifheit im Bereich von Nacken, Brust und Bauch stören die Pulsation und führen zu Atemstörungen. Erstarrte Gefäße können sich nicht ausdehnen und führen zu gelegentlichen Ausbrüchen. Geschwächte Kanäle halten dem Druck nicht stand, fallen zusammen und lassen Gefühle von Angst und Schwäche entstehen.
Die Atemmuskeln werden automatisch und willentlich gesteuert. Auch Emotionen wie Angst oder Wut setzen sich über die autonome Atemregulierung hinweg.
Ein Weg uns kontrollieren zu können, bedeutet den Atem zu kontrollieren. Alle drei Hirnzentren – die Hirnrinde ( Willen ) , das Zwischenhirn ( Gefühle ) und das mit dem Hirnstamm verbundene Kleinhirn ( Reflexe ) regulieren die Atmung. Ohne Atmung gibt es keine Sauerstoffversorgung, ohne den es kein Leben gibt und deshalb sind Gehirn, Herz und Atmung so eng miteinander verbunden und über die Atmung können wir bewußt Einfluß nehmen auf die Qualität unseres Lebens. Im gesunden Zustand pulsiert dieses weiche, rhythmische Geschehen der Atmung durch die gesamte Körperwand; um den gesamten Atemraum zu füllen, dehnt sich die Brust aus, der Bauch schwillt an und man fühlt das Einatmen von Kopf bis zum Beckenboden.

 

weitere Informationen :

der Atem

                                            respiratorische Sinusarrhythmie – Wikipedia

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