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Körper-Signale NEUE ZUORDNUNG- Coaching

Aufregung und Atmung

Stress

Was uns auch aufregen mag, wir aufregend finden oder wovor wir auch aufgeregt sein mögen – unabhängig vom Auslöser spüren wir Aufregung im Körper. Das Herz schlägt schneller, der Puls steigt, die Atmung verändert sich und Hormone werden ausgeschüttet.

Situationen, die uns aufgeregt werden lassen, sind zumeist eine Form von Herausforderung, die mehr Energie erfordert. Der Körper stellt diese zur Verfügung und über die Atmung können wir schnell und direkt mehr Energie bekommen.

Doch statt uns auf die Herausforderung zu konzentrieren, kämpfen wir oft mit der Aufregung, um die Kontrolle zu behalten.
Dafür setzen wir Kraft ein, üben Druck auf den Nacken und die Kehle aus, spannen die Atemmuskulatur im Brustkorb, das Zwerchfell, den Bauch, unteren Rücken und/ oder die Beckenbodenmuskulatur an.
Auf diese Weise behalten wir nicht die Kontrolle – wir blockieren uns bloß und erleben diesen körperlichen Druck als psychische Beklemmung.
Die Resultate sind vielfältig:

– Denkblockaden
– Kloß in der Kehle
– Druck und Engegefühle im Brustkorb
– Atemnot
– Panikgefühle
– Schwitzen
– Magen- Darmbeschwerden
– Ohrensausen
– …

Oft laufen diese Reaktionen wie automatisch nach früh erlernten Mustern ab und können im Laufe der Jahre zu Symptomen wie

– Bluthochdruck
– Schilddrüsenproblemen
– Erschöpfungszuständen
– Ruhelosigkeit
– Schlafstörungen
– Verspannungen
– depressive Verstimmungen
– …

führen.

Stressbewältigung

Die vom Körper bereitgestellte Energie nutzen

Ein Weg uns kontrollieren zu können, bedeutet den Atem zu kontrollieren statt zu blockieren.
Die Atmung und der Herzschlag beeinflussen einander. Es sind fundamentale Pulsationsbewegungen von Expansion und Kontraktion.
Atmung findet in den Lungen und generell auf Zellebene überall im Gewebe statt. Ein komplexes Zusammenspiel innerer und äußerer Klappen ermöglicht die Atmung und das damit verbundene Gefühl von Lebendigkeit.
Starre und Steifheit im Bereich von Nacken, Brust und Bauch stören die Pulsationsbewegung der Atmung.
Die Atemmuskeln werden automatisch und willentlich gesteuert. Alle drei Hirnzentren – die Hirnrinde ( Willen ) , das Zwischenhirn ( Gefühle ) und das mit dem Hirnstamm verbundene Kleinhirn ( Reflexe ) regulieren die Atmung. Ohne Atmung gibt es keine Sauerstoffversorgung, ohne die es kein Leben gibt.
Über die Atmung können wir bewußt Einfluß nehmen auf die Qualität unseres Lebens. Im gesunden Zustand pulsiert dieses weiche, rhythmische Geschehen der Atmung durch die gesamte Körperwand; um den Atemraum zu füllen, dehnt sich die Brust aus, der Bauch schwillt an und man fühlt das Einatmen von Kopf bis zum Beckenboden.

Durch das Wahrnehmen und Lösen der Spannungsmuster im Körper, die die Pulsationsbewegung beschränken, ermöglicht die Körpertherapie, Blockaden und deren Symptome zu lösen, steigert das Selbst- und Körperbewußtsein, die Konzentrationsfähigkeit und Vitalität.

Die Körpertherapie ist ein Weg – die Aufmerksamkeit der Schlüssel.

 

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Atmung und Stress

Wie sich Stress wegatmen lässt

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Schreckhaltung und Dauerstress

chronischer Stress

Schreck, Wachsamkeit und die unmittelbare Kampf- oder Fluchtreaktion können in Dauerstress, Traumatisierung, Spannungsmuster und körperliches Leiden übergehen. So können wir uns in einer konstanten, mäßigen Anspannung oder in tief verkrampfter Starre befinden.

Auf einer Ebene steigert oder verlangsamt sich die Pulsation, auf einer anderen entstehen Verschiebungen und Anpassungen auf der empfindlichen vorderen Körperseite; Schichten und darunterliegende Beutel verändern sich, die die Körperhöhlungen trennenden Verengungen ziehen sich mehr zusammen oder lockern sich und verändern dadurch die Druckverhältnisse und Pumpbewegungen.
Das Gleichgewicht zwischen Empfindsamkeit und Selbstbewußtsein verschiebt sich und verzerrt beide: Bestimmtheit als Qualität wird zu Stolz, Ärger, Wut und Furcht; Empfindsamkeit wird zu Trauer, Hilf- und Hoffnungslosigkeit.
Das Aufrechtsein, d.h., die Unversehrtheit der inneren, tragenden Räume, verschiebt sich.

Schreckhaltungen und Spannungsmuster hemmen innere Beweglichkeit und Pulsation, ob im Widerstand oder im Nachgeben.
Widerstand ist der Prozeß der Expansion, der Verlängerung und des Aus-sich-herausgehens. Dabei verfestigt sich der Organismus, schafft er mehr Form, Struktur und Grenzen und er wird übermäßig begrenzt.
Nachgeben ist der Prozeß der Kontraktion, Kompression und Nach-unten-sinkens. Dabei wird der Organismus weicher und flüssiger, indem er weniger Form annimmt und weniger Grenzen schafft, wird er zuwenig begrenzt.

Fixiert sich der Expansions- Kontraktionszyklus an einem Punkt, ist er statisch, so entsteht daraus eine dauerhafte Veränderung in der Form und der Funktion der Organe und wird die somatische Gestalt übermäßig oder ungenügend begrenzt.
Eine der wichtigsten Funktionen der Muskulatur ist es, den Tonus zu erzeugen, der innere Grenzen oder Zusammenhalt gewährleistet.
Das Gehirn versammelt und kategorisiert zelluläre Erfahrung zu einem generellen Muster von Gewebebewußtsein. Verändert sich das Pulsationsmuster, ändert sich auch das Empfinden und die zelluläre Form und damit unsere bewußten und unbewußten Bilder und Verfassungen.
Um Gewebebewußtsein und emotionale Erfahrungen aufzuzeichnen, treten die drei Ebenen des Gehirns miteinander in einen Dialog. Das Mittelhirn aktiviert frühe emotionale Lernprozesse, die zu den überlebensorientierten Kampf- und Fluchtmustern hinzukommen. Die Hirnrinde – der Cortex – zuständig für die Informationen und Symbolenstehung, trägt mit ihren auf soziale und emotionale Reaktionen bezogene Inhalte zum Dialog bei.

Schreckhaltungen

Eines des Schreckstadien ist ein Zustand höchster Wachsamkeit, der als „Hab Acht“ um handlungsbereit zu werden. Dies ist wie eine Territorialhaltung zum Schutze des eigenen Standpunktes: die Röhren und Tuben versteifen sich und heben sich leicht aus dem Becken heraus, Bauch- und Beckenraum werden leicht zusammengedrückt, wohingegen sich Brust- und Kopfraum aufblähen. Der Muskeltonus steigt, das Zwerchfell senkt sich und Adrenalin wird ausgeschüttet.

Ein anderes Schreckstadium ist der Rückzug und die Unterwerfung. Der Organismus zieht sich ermüdet aus der Haltung des unabhängigen Kriegers zurück in seine Bauch- und Eingeweideräume, die sich ausdehen, während die Pulsation in Brust- und Kopfraum träge wird und die oberen Körperräume nach unten sinken. Strukturen schwillen in ihre Umgebung hinein, um dann als Verteidigung gegen Streß in sich zusammenzufallen. Die Durchlässigkeit nimmt hier zwar zu, aber es fehlt an Intensität und die Erregung versickert. Die Fähigkeit, sich zu sammeln und das Gesammelte zu halten, geht verloren.

Beim Verdrehen zieht sich der Organismus zunächst nach oben und trennt dadurch seine obere Hälfte von der unteren, indem er sich aus dem Bauch- Beckenraum in die Brust, die Kehle und das Gehirn hochzieht. Durch diese Trennung kann sich der Organismus in einer Drehbewegung von sich selbst oder anderen abwenden. Er bleibt wo er ist und geht doch weg: er ist zerrissen. Der Körper wird so zusammengepreßt, daß der Lebensraum sich reduziert und die Fähigkeit, sich füllen und anschwellen zu können, sich mehr und mehr reduziert. Der tiefe Drang, zu expandiern besteht und so kämpft er zwischen vollen Aufrechtsein und dem Zusammenbruch. So können in einer Schreckhaltung durchaus zwei Muster gleichzeitig ablaufen.

Bei leichten bis schwerem Schock nimmt die Erstarrung immer mehr zu, bis sie schließlich den Organismus empfindungslos macht. Im extremen Schockzustand sind die Muskulatur, die Wirbelsäule und Lungen unbeweglich, die Augen können nicht mehr fokussieren, die Körperflüssigkeiten stocken.

Wir können uns also in der Gegenwart fragen, ob ein Reiz, der mal bedrohlich war, in der Gegenwart nach wie vor ein solches Symbol ist und demnach noch in derselben Weise die eigene Reaktion beeinflussen muß.
Doch dies allein löst nicht die Spannungsmuster und somatischen Prozesse tiefer Selbstwahrnehmung und damit die Art, die Welt zu fühlen und zu erkennen. Sie sind mehr als nur mechanisch eine Form der Selbststeuerung.
Muskeln und Organe kontrahieren nicht einfach, sondern sind zu einer Struktur, zu einer Gestalt organisiert. Aus diesen Organisationsformen entwickelt sich die Art und Weise, wie wir uns selbst erkennen und erkannt werden. Ein Individuum zu verstehen, setzt damit die Fähigkeit voraus, erkennen zu können, welche Schreck- oder Streßstruktur vielleicht vorherrscht, welche anderen komplexen Muster vorhanden sind, wie sie denjenigen somatisch und emotional beeinflussen und was durch sie in Hinblick auf das Selbstbild, die Selbstwahrnehmung und die Vorstellung des Selbst hervorgerrufen wird.

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Pulsation als natürliche Bewegung

Der ganze Organismus besteht aus spezialisierten Schichten und peristaltischen Röhren, die mit unterschiedlicher Intensität und Amplitude pulsieren, damit Flüssigkeiten, Gase und Ionen zirkulieren können.
Jede Zelle, das Rückgrat, die Muskeln, der Verdauungstrakt, Herz und Hirn pulsieren in verschiedenen Graden von Expansion und Kontraktion. Nervenzentren im Gehirn regulieren wie bestimmte Hormone rhythmische, peristaltische Wellen.
Die Pulsation im Gehirn erhält Druck aufrecht, um die zerebrospinale Flüssigkeit zirkulieren zu lassen. Die pulsierende Bewegung des Zwerchfells als Hauptatemmuskel wirkt beim Austausch der Gase mit, indem es inneren Druck reguliert.

Die Pulsationsmuster der Röhren begründen die Form jedes Einzelnen und das eigene Identitätsgefühl, denn die Expansions- und Kontraktionsmuster sind die Basis von Wahrnehmen und Erkennen und zeigt Gefühle und Empfindungen und ruft sie hervor.
Sie verleihen unserer Existenz räumliche Ausdehnung, indem sie Innen und Außen, Tiefe und Oberfläche erschaffen. Nach Außen oder Innen gerichtet zu sein, ist für die Anatomie der Gefühle und des Selbstverständnisses zentral.
Sich ausdehnen, anschwellen, ausgreifen und sich dann zurückziehen, schrumpfen und zusammenziehen sind Etappen eines Prozesses, der jeder Wahrnehmung zugrunde liegt. In einem Kreislauf wenden wir uns der Welt zu und kehren zu uns selbst zurück.

Die Pulsation geht von leer- gefüllt, langsam- schnell, ausgedehnt- zurückgezogen.
Dieses Bewegungsmuster kann, ausgelöst durch Angst , Dauerstress oder Schock, Schmerzen und Verletzungen durch Überaktivität verstärkt oder durch zu wenig Aktivität gedämpft werden:
Sind wir erregt, so ist die Pulsation voller, sind wir traurig, so bebt sie. Wenn wir deprimiert sind, ist sie gedämpft, Streß und Not führen letztlich zum Zusammenbruch.
Wenn wir nicht gelernt haben, mit Streß und Belastung umzugehen, dann stören sie die Pulsationsmuster.

Frühe oder späte Traumata können eine Schicht oder Röhren gerinnen lassen und dies kann wiederum durch eine andere feste Schicht überlagert oder kompensiert werden. Die äußere Schicht mag steif und rigide sein, um Zurückgezogenheit und Kontraktion zu verstecken, die ihrerseits wieder die aufgeblähte Erwartung eines verlassenen Kindes, das den Zusammenbruch fürchtet, überlagern.
Wird ein solcher Zustand dauerhaft, wird der Spielraum der Pulsation auf mikrokosmischer Ebene der Zellen immer weiter eingeschränkt, was Folgen für unser Fühlen, Denken und Handeln sowie für unser Identitätsgefühl hat.
Gefühl und Haltung, unser tiefstes Selbst, sind eine Funktion der Pulsation. Wir sind selbstreflektierende Wesen, die aufnehmen, festhalten und zurückgeben, was wir aufnahmen.

Auch das Aufgerichtetsein ist ein pulsierender Prozeß, denn die gegen die Schwerkraft arbeitenden Muskeln arbeiten nach einem Muster wechselnder Pulsation, um die Senkrechte aufrechtzuerhalten.
Die große Vielfalt menschlicher Körperhaltungen zeugt von der einzigartigen Anpassungsfähigkeit jedes einzelnen an den Kampf mit der Schwerkraft. Entwicklungsschwierigkeiten und die damit einhergehenden emotionalen Strukturen zeigen sich in Schwäche oder Spasmus der Gefäße. Aufgequollene Körperhöhlungen lassen oft auf Druckstörungen von Gefühlen und Körperfunktionen schließen.

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Emotionen und Verhaltensmuster

Der ganze Organismus pulsiert in all seinen spezialisierten Schichtungen und in allen peristaltischen Röhren mit unterschiedlicher Frequenz und Amplitude.
Pulsation erzeugt Empfindungen und Emotionen und beide beeinflussen die Pulsation. Ist die Pumpfunktion übersteigert, so sind auch die Empfindungen übertrieben und aufgebläht- ist sie gehemmt, so ist auch die Empfindung und der emotionale Ausdruck gedämpft.

Empfindungen und Emotionen

Empfindungen sind unbedingte, nicht programmierte, generalisierte, organismische Zustände, die sich erst eine Verbindung schaffen, um ausgedrückt zu werden. Sie sind Begleiterscheinungen des Zellstoffwechsels und der Pulsation.
Emotionen sind Verhaltensprogramme mit Verbindungen zum Handeln- eine körperliche Verfassung mit einem programmierten, muskulären Ausdrucksmuster und einem entsprechenden Muster beschleunigter oder verlangsamter Aktivität in den Röhren. So formen sich Emotionen aus Empfindungen, die genügend Intensität besitzen, um sich zu einem bestimmten Verhaltensmuster zu organisieren: Aus einer Störung wird Gereiztheit, dann Ärger und schließlich Wut, eine Reaktion, der im Stammhirn der Angriff zugeordnet ist. Die Stärke der Emotion bewegt sich von einem Minimum zu einem Maximum, so daß z.B. Kummer und Trauer Teile desselben Kontinuums sind, doch während die Empfindung dieselbe bleibt, verstärkt sich die Reaktion.

Emotionen sind zielgerichtet und absichtsvoll und beinhalten eine innere Logik. Sie sind Aussagen unseres Organismus über unsere Verfassung und wie wir damit umgehen können. Sind wir traurig, erleichtern uns Tränen und bringen uns das Mitgefühl anderer. Ärger zielt hingegen darauf, Irritationen zu beseitigen und andere auf Distanz zu halten, während Furcht ein Hinweis auf Gefahr ist und der Hilfesuche dient. Emotionen dienen dazu, innere wie äußere Situationen zu verändern.

Emotionen folgen dem Expansions- und Kontraktionszyklus, so daß wir auf die Welt zu und wieder zu uns zurückgehen, sie steigern sich und flauen ab. Expandieren wir erfüllt von uns selbst in die Welt, geben oder nehmen wir oder stoßen die Welt zurück. In der Kontraktion nehmen wir, was wir bekommen haben oder ziehen uns von der Welt zurück. Bleibt unser emotionaler Ausdruck flexibel, bewegen wir uns von Zorn zu Trauer, kehren aber immer wieder in einen Zustand ausgewogener Erregung zurück, wo die Pulsation den vollen Spielraum von Expansion und Kontraktion nutzt, wo Zwerchfell und Körperwand weich und doch straff, Bauch und Brust flexibel sind. Der Schwerpunkt liegt mehr im Becken- und Bauchraum als in der Brusthöhle. Gesunde Plastizität findet sich bei sanfter und doch straffer Erregung.

Emotionen und Spannungsmuster

Dort, wo jedoch eine anhaltende Verletzung die somatische Form verzerrt, geht die volle emotionale Ausdrucksfähigkeit verloren. Unter dauerndem Streß fixiert sich der Körper in Emotionen wie Ärger- Wut, Angst- Panik, Hilflosigkeit- Apathie, die Bewegungsextreme hervorrufen, die weit entfernt sind vom gesunden Tonus. Die Person bewegt sich auf Erstarrung oder Zusammenbruch zu.
Die einzelnen Körperbereiche reflektieren emotionale Verfassungen von Lebendigkeit, Gereiztheit, Leblosigkeit oder Schwäche. -> Körper-Signale
Muster sind geschichtet oder in verschiedene Körperbereiche verlagert: Ärger kann im Kopf lokalisiert sein, so daß Mund, Hirn und Augen anschwillen, während kraftvolle Kontraktionen der Nackenmuskeln und Schlüsselbeine helfen, die Empfindung zu sammeln oder zu halten.
Oder vielleicht ist Trauer oder Ärger im Brustraum lokalisiert, durch Kontraktionen in Bronchien, Luftröhre und Zunge den Blicken entzogen. -> Symptome als Körper-Signale
Die Einatemstellung als Leistungshaltung, wie wir es bei Stolz und Ärger empfinden, erschwert das Atmen- ebenso wenn Lunge und Brustwand komprimiert werden. Der Bauch kann sich aufblähen, wenn das Zwerchfell von innen Druck ausübt und dadurch den Drang, etwas loszuwerden, zurückhalten oder überhaupt nichts abgeben.
Um mit Verletzungen und anhaltendem Streß umgehen zu können, machen wir uns selbst oft größer, erregen uns übermäßig oder werden kleiner und senken die Erregung. -> Haltung und Spannungsmuster

So ist ein elementarer Lernprozeß, dem äußeren Druck mit einem angemessenen inneren Druck zu begegnen, die Erregung zu spüren und so zu nehmen, wie sie ist, um flexibel, handlungsfähig und gesund zu bleiben.      ->Körpertherapie

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Körpertherapie NEUE ZUORDNUNG- Coaching

Emotionen und Körpertherapie

Die emotionalen Erfahrungen und unser Umgang damit sind Gestaltungskräfte unserer Form, die Gefühlen, Denken und Empfinden einen Weg für Ausdruck ermöglicht.
Über unsere Gestalt treten wir in einen Dialog mit der Welt und schaffen Beziehungen. Anatomie ist die Grundlage menschlicher Beziehungen, denn was in unserem Körper geschieht, in den Verbindungen, die die Struktur unserer Persönlichkeit aufrechterhalten, das geschieht schließlich auch nach außen.
Sich selbst somatisch zu erkennen, heißt eben nicht nur Muskeln, Gefühle, biochemische Prozesse und die Informationen der Sinne bewußt wahrnehmen zu können, es heißt auch, die Organisation der Erregung zu kennen, wie sie sich in dem sichtbaren und unsichtbaren Pulsieren unseres Selbst darstellt.
Anatomie bezieht sich auf die Form, die uns die Natur gab und auf die Formen, die wir als Teil einer bestimmten Gesellschaft und Familie erschufen, um trotz der Verletzungen unsere Integrität zu wahren und auf die Form, die wir gegenwärtig gestalten.

Nur hat sich in früher Zeit ein Muster fixiert, um Schmerz oder die Angst vor Schmerz zu vermeiden oder ihm Widerstand zu leisten, ist die Art unserer Begegnung mit der Welt aufgrund der Struktur oftmals dergestalt, daß sie sich in ihrem Fortbestehen in sich selbst gerechtfertigt sieht, so daß wir mehr in der Vergangenheit als in der Gegenwart leben, da wir diese immer wieder reproduzieren. -> Erwartungshaltung
Unsere volle Ausdrucksmöglichkeit ist aufgrund der Fixierung beschränkt und ebenso die Fähigkeit für die Eindrücke des Moments, denn der Eindruck formt den Ausdruck und der beeinflußt den Eindruck. Die Lebendigkeit unseres inneren Bewegungsflusses aufrechtzuerhalten trotz all der Verletzungen und der Angst davor, die uns unser Leben lang begleiten werden oder daraus gar eine Erfahrung zu machen, die uns in uns lebendiger und empfindsamer für die Welt um uns macht, ist nichts, was uns beigebracht wird- leider, denn sie gehört meiner Meinung nach zu den elementarsten Dingen, die wir für unser Leben vermögen sollten. -> Körpertherapie
Die Erfahrung, ein Körper zu sein anstelle einen zu haben, ermöglicht den Dialog zwischen allen Schichten des pulsierenden Geschehens und ihren emotionalen Ausdrucksformen.

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Aufmerksamkeit NEUE ZUORDNUNG- Coaching

Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit

Während viele Wahrnehmungsprozesse unbewußt ablaufen, ist die Aufmerksamkeit der bewußte Teil unserer Wahrnehmung.

Aufmerksamkeit halten, sich auf etwas fokussieren, konzentrieren hat nicht zwangsläufig mit einer Stirnfalte oder übermäßiger Anstrengung zu tun.
Wie überall gilt auch hier: so viel wie nötig und so wenig wie möglich.
Je weniger unnötige Anspannung wir im Körper halten, desto mehr steht uns für unsere Ziele zur Verfügung – ohne jegliche Spannung gehen wir garnicht erst los.

Aufmerksamkeit, Konzentration oder Interesse ist ein gewisser Erregungszustand im Körper, die auch durch gesteigerte Frequenzen im Gehirn sichtbar werden.
Wohingegen Konzentration verstanden als ein Zustand der Fixierung eine geringere Gehirntätigkeit zeigt.
Diese Fixierungen sind wie ein Störgeräusch im Radio bei der Konzentration und Aufmerksamkeit auf Reize – wir sind plötzlich mit unserem Erwartungsdruck an uns selbst, mit Ängsten und Befürchtungen, Vorstellungen über die Zukunft aufgrund vergangener Erfahrungen oder emotionaler Verhaltensmuster beschäftigt.
Hinzukommen aufgrund der Fixierungen möglicherweise körperliche Symptome.

Diese Symptome lassen sich andersrum als Signale nutzen, um die Aufmerksamkeit auf Spannungen im Körper zu lenken, um diese zu lösen; oder bei Verletzungen und Schmerzen aus der Schon- oder Schreckhaltung auf die Empfindung aufmerksam zu werden, so daß der Körper optimal regerneiren kann.
Dadurch können wir müheloser unsere Aufmerksamkeit darauf lenken, was wir wollen; sei es ein Sachverhalt oder eine Herausforderung, die gerade vor uns liegt oder Ziel, wo wir hin wollen und was uns bewegt.

Wenn wir unnötige Spannungen im Körper lösen, können wir leichter unsere Aufmerksamkeit der Welt um uns her schenken, die ständig neue Reize bietet.

Unsere Aufmerksamkeit ist wie ein Muskel, der sich trainieren läßt und alles unterstützt, was wir tun oder wollen.