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Pulsation als natürliche Bewegung

Der ganze Organismus besteht aus spezialisierten Schichten und peristaltischen Röhren, die mit unterschiedlicher Intensität und Amplitude pulsieren, damit Flüssigkeiten, Gase und Ionen zirkulieren können.
Jede Zelle, das Rückgrat, die Muskeln, der Verdauungstrakt, Herz und Hirn pulsieren in verschiedenen Graden von Expansion und Kontraktion. Nervenzentren im Gehirn regulieren wie bestimmte Hormone rhythmische, peristaltische Wellen.
Die Pulsation im Gehirn erhält Druck aufrecht, um die zerebrospinale Flüssigkeit zirkulieren zu lassen. Die pulsierende Bewegung des Zwerchfells als Hauptatemmuskel wirkt beim Austausch der Gase mit, indem es inneren Druck reguliert.

Die Pulsationsmuster der Röhren begründen die Form jedes Einzelnen und das eigene Identitätsgefühl, denn die Expansions- und Kontraktionsmuster sind die Basis von Wahrnehmen und Erkennen und zeigt Gefühle und Empfindungen und ruft sie hervor.
Sie verleihen unserer Existenz räumliche Ausdehnung, indem sie Innen und Außen, Tiefe und Oberfläche erschaffen. Nach Außen oder Innen gerichtet zu sein, ist für die Anatomie der Gefühle und des Selbstverständnisses zentral.
Sich ausdehnen, anschwellen, ausgreifen und sich dann zurückziehen, schrumpfen und zusammenziehen sind Etappen eines Prozesses, der jeder Wahrnehmung zugrunde liegt. In einem Kreislauf wenden wir uns der Welt zu und kehren zu uns selbst zurück.

Die Pulsation geht von leer- gefüllt, langsam- schnell, ausgedehnt- zurückgezogen.
Dieses Bewegungsmuster kann, ausgelöst durch Angst , Dauerstress oder Schock, Schmerzen und Verletzungen durch Überaktivität verstärkt oder durch zu wenig Aktivität gedämpft werden:
Sind wir erregt, so ist die Pulsation voller, sind wir traurig, so bebt sie. Wenn wir deprimiert sind, ist sie gedämpft, Streß und Not führen letztlich zum Zusammenbruch.
Wenn wir nicht gelernt haben, mit Streß und Belastung umzugehen, dann stören sie die Pulsationsmuster.

Frühe oder späte Traumata können eine Schicht oder Röhren gerinnen lassen und dies kann wiederum durch eine andere feste Schicht überlagert oder kompensiert werden. Die äußere Schicht mag steif und rigide sein, um Zurückgezogenheit und Kontraktion zu verstecken, die ihrerseits wieder die aufgeblähte Erwartung eines verlassenen Kindes, das den Zusammenbruch fürchtet, überlagern.
Wird ein solcher Zustand dauerhaft, wird der Spielraum der Pulsation auf mikrokosmischer Ebene der Zellen immer weiter eingeschränkt, was Folgen für unser Fühlen, Denken und Handeln sowie für unser Identitätsgefühl hat.
Gefühl und Haltung, unser tiefstes Selbst, sind eine Funktion der Pulsation. Wir sind selbstreflektierende Wesen, die aufnehmen, festhalten und zurückgeben, was wir aufnahmen.

Auch das Aufgerichtetsein ist ein pulsierender Prozeß, denn die gegen die Schwerkraft arbeitenden Muskeln arbeiten nach einem Muster wechselnder Pulsation, um die Senkrechte aufrechtzuerhalten.
Die große Vielfalt menschlicher Körperhaltungen zeugt von der einzigartigen Anpassungsfähigkeit jedes einzelnen an den Kampf mit der Schwerkraft. Entwicklungsschwierigkeiten und die damit einhergehenden emotionalen Strukturen zeigen sich in Schwäche oder Spasmus der Gefäße. Aufgequollene Körperhöhlungen lassen oft auf Druckstörungen von Gefühlen und Körperfunktionen schließen.

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Emotionen und Verhaltensmuster

Der ganze Organismus pulsiert in all seinen spezialisierten Schichtungen und in allen peristaltischen Röhren mit unterschiedlicher Frequenz und Amplitude.
Pulsation erzeugt Empfindungen und Emotionen und beide beeinflussen die Pulsation. Ist die Pumpfunktion übersteigert, so sind auch die Empfindungen übertrieben und aufgebläht- ist sie gehemmt, so ist auch die Empfindung und der emotionale Ausdruck gedämpft.

Empfindungen und Emotionen

Empfindungen sind unbedingte, nicht programmierte, generalisierte, organismische Zustände, die sich erst eine Verbindung schaffen, um ausgedrückt zu werden. Sie sind Begleiterscheinungen des Zellstoffwechsels und der Pulsation.
Emotionen sind Verhaltensprogramme mit Verbindungen zum Handeln- eine körperliche Verfassung mit einem programmierten, muskulären Ausdrucksmuster und einem entsprechenden Muster beschleunigter oder verlangsamter Aktivität in den Röhren. So formen sich Emotionen aus Empfindungen, die genügend Intensität besitzen, um sich zu einem bestimmten Verhaltensmuster zu organisieren: Aus einer Störung wird Gereiztheit, dann Ärger und schließlich Wut, eine Reaktion, der im Stammhirn der Angriff zugeordnet ist. Die Stärke der Emotion bewegt sich von einem Minimum zu einem Maximum, so daß z.B. Kummer und Trauer Teile desselben Kontinuums sind, doch während die Empfindung dieselbe bleibt, verstärkt sich die Reaktion.

Emotionen sind zielgerichtet und absichtsvoll und beinhalten eine innere Logik. Sie sind Aussagen unseres Organismus über unsere Verfassung und wie wir damit umgehen können. Sind wir traurig, erleichtern uns Tränen und bringen uns das Mitgefühl anderer. Ärger zielt hingegen darauf, Irritationen zu beseitigen und andere auf Distanz zu halten, während Furcht ein Hinweis auf Gefahr ist und der Hilfesuche dient. Emotionen dienen dazu, innere wie äußere Situationen zu verändern.

Emotionen folgen dem Expansions- und Kontraktionszyklus, so daß wir auf die Welt zu und wieder zu uns zurückgehen, sie steigern sich und flauen ab. Expandieren wir erfüllt von uns selbst in die Welt, geben oder nehmen wir oder stoßen die Welt zurück. In der Kontraktion nehmen wir, was wir bekommen haben oder ziehen uns von der Welt zurück. Bleibt unser emotionaler Ausdruck flexibel, bewegen wir uns von Zorn zu Trauer, kehren aber immer wieder in einen Zustand ausgewogener Erregung zurück, wo die Pulsation den vollen Spielraum von Expansion und Kontraktion nutzt, wo Zwerchfell und Körperwand weich und doch straff, Bauch und Brust flexibel sind. Der Schwerpunkt liegt mehr im Becken- und Bauchraum als in der Brusthöhle. Gesunde Plastizität findet sich bei sanfter und doch straffer Erregung.

Emotionen und Spannungsmuster

Dort, wo jedoch eine anhaltende Verletzung die somatische Form verzerrt, geht die volle emotionale Ausdrucksfähigkeit verloren. Unter dauerndem Streß fixiert sich der Körper in Emotionen wie Ärger- Wut, Angst- Panik, Hilflosigkeit- Apathie, die Bewegungsextreme hervorrufen, die weit entfernt sind vom gesunden Tonus. Die Person bewegt sich auf Erstarrung oder Zusammenbruch zu.
Die einzelnen Körperbereiche reflektieren emotionale Verfassungen von Lebendigkeit, Gereiztheit, Leblosigkeit oder Schwäche. -> Körper-Signale
Muster sind geschichtet oder in verschiedene Körperbereiche verlagert: Ärger kann im Kopf lokalisiert sein, so daß Mund, Hirn und Augen anschwillen, während kraftvolle Kontraktionen der Nackenmuskeln und Schlüsselbeine helfen, die Empfindung zu sammeln oder zu halten.
Oder vielleicht ist Trauer oder Ärger im Brustraum lokalisiert, durch Kontraktionen in Bronchien, Luftröhre und Zunge den Blicken entzogen. -> Symptome als Körper-Signale
Die Einatemstellung als Leistungshaltung, wie wir es bei Stolz und Ärger empfinden, erschwert das Atmen- ebenso wenn Lunge und Brustwand komprimiert werden. Der Bauch kann sich aufblähen, wenn das Zwerchfell von innen Druck ausübt und dadurch den Drang, etwas loszuwerden, zurückhalten oder überhaupt nichts abgeben.
Um mit Verletzungen und anhaltendem Streß umgehen zu können, machen wir uns selbst oft größer, erregen uns übermäßig oder werden kleiner und senken die Erregung. -> Haltung und Spannungsmuster

So ist ein elementarer Lernprozeß, dem äußeren Druck mit einem angemessenen inneren Druck zu begegnen, die Erregung zu spüren und so zu nehmen, wie sie ist, um flexibel, handlungsfähig und gesund zu bleiben.      ->Körpertherapie

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Angst und Schreckreaktion

Die Schreckreaktion ist eine organismische Antwort auf Momente der Gefahr. Sie ist zum vorübergehenden Einsatz bestimmt: ist die Gefahr vorbei, kehrt der Organismus wieder in sein normales Pulsationsmuster zurück.Diese Reaktion kann jedoch zum Dauerzustand werden und bleibt als kontinuierliches Spannungsmuster.

Der Schreckreflex basiert auf der Fähigkeit des Organismus, Pulsation zum Stillstand kommen zu lassen und umfaßt:
– eine Veränderung in Muskulatur und Haltung,
– eine Veränderung in der Form des Zwerchfells,
– ein dicker oder dünner werden der Körperwand,
– ein Zunehmen der Abstände und Trennung zwischen den Beuteln, -> der menschliche Körper
– eine Veränderung der Beziehung des Körpers zur Schwerkraft, -> aufrechter Stand
– Veränderungen im Empfinden, Fühlen und Denken.

Der Schreckreflex ist bindet unsere Aufmerksamkeit an diesen fremden Reiz und zieht sie von unserer vergangenen Tätigkeit ab. Er de- und refokussiert unsere Aufmerksamkeit blitzschnell und schützt so den Organismus, indem er feststellt, was Innen oder Außen los ist.

Bedrohungen, Kränkungen und Schock unterscheiden sich in ihrer Bedeutung in bezug auf
– ihr zeitliches Auftreten: ob sie in der frühen oder späteren Entwicklung stattfanden
– ihre Häufigkeit: je nachdem, ob es wenige oder viele sind
– ihre Ursachen: ob sie von Außen kommen oder die Folge eines Ungleichgewichts zwischen innerer Erregnung und der Fähigkeit, diese Erregnung auszuhalten
– ihre Dauer: vorübergehende oder anhaltende Bedrohungen und
– ihre Schwere: ob es sich um eine milde, gemäßigte oder intensive Bedrohung handelt.

Sobald unsere Form verletzt wird, ändern sich die Erregungsströme und folglich die Formen, die wir annehmen. Der Schreckreflex umfaßt eine Reihe von wechselnden Haltungen:
Anfangs versteifen oder verfestigen wir uns, um einem Ansturm zu widerstehen oder in die Flucht zu schlagen, indem wir uns vergrößern- dann verdichten wir uns mehr und mehr, um unser Innerstes zu schützen, bis wir aufgeben. Unsere Körperhöhlen schwillen auf, um uns den Halt zu geben, den die Muskeln nicht länger bieten und schließlich geben wir nach oder sinken in uns ein und ziehen uns auf ein niedrigeres Funktionsniveau zurück. Damit verändern sich auch die Gefühle.
Das Kontinuum der Schreckreaktionen muß nicht der Reihe nach ablaufen, eine oder mehrere Schritte können übersprungen werden oder sind gar nicht mehr notwendig.

Die Pulsationswellen ändern sich, indem sie sie einfrieren, sie zu erhöhter Erregung bringen oder sie in ihrer Bewegung durch Verdickung oder kollabieren hemmen. Wir sind dann nicht mehr voll aufgerichtet, der innere Bewegungsfluß ist gestört. Schichten und Diaphragmen, Flüssigkeiten und Röhren werden alle in Mitleidenschaft gezogen, was Gefühle von Ärger, Angst, Depression, Abweisung und Wut erzeugen kann. Solange sie nur vorübergehend sind, normalisiert sich der Pulsationszyklus wieder; sind sie aber anhaltend oder sogar zunehmend, dann erstarrt oder verdichtet sich die Struktur, sie schwillt an oder fällt in sich zusammen.

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Ablauf und Ziele

Die erste Sitzung eines körpertherapeutischen Prozesses dient der Anamnese und Analyse der psycho – physischen Spannungsmuster.
Die Beschreibung der Symptomatik und Signale des Körpers in Verbindung mit den Situationen im täglichen Leben, in denen diese besonders laut werden, steht dabei im Mittelpunkt.
Die Signale des Körpers sind so vielfältig wie die Menschen, die kommen. Sie reichen von
– Unruhe- oder Angstzuständen zu
– Zähneknirschen,
– Erschöpfungszuständen,
– Schlaflosigkeit,
– Magendruck und/oder Verdauungsbeschwerden,
– Druck und Engegefühle bis hin zu Herzstechen
– Gelenkschmerzen,
– häufige Entzündungen in Bereichen,
– Angst- und Denkblockaden,
– Verspannungen
– chronischen Schmerzen
– Menstrustionsbeschwerden
– depressiven Stimmungen über
– ………………

Diese Liste liese sich endlos fortsetzen und bietet nur einige Bespiele.
Ein körpertherapeutischer Prozess ersetzt keine medizinische Behandlung – kann jedoch jede wirksam unterstützen.

Dafür ist die erste Sitzung bereits ein Schritt, denn eine kleine Veränderung macht oft bereits einen großen Unterschied.
Sobald mit der Beschreibung und Analyse der psycho-physischen Spannungsmuster ein gemeinsames Ziel für den Prozess im Gespräch herausgearbeitet wurde, macht die Klientin/der Klient bereits einen Schritt darin, diese Spannungsmuster durch Berührung und gezieltes lenken der Aufmerksamkeit auf sie präziser wahrnehmen zu können. -> Methodik der Körpertherapie nach Grinberg

Wenn wir uns nach dieser ersten Sitzung entschieden haben, gemeinsam an der Verwirklichung des Zieles arbeiten zu können, erarbeite ich bis zur nächsten Sitzung eine individuelle Strategie, die immer wieder an die aktuellen Veränderungen angepasst wird, die jeweils am Anfang der folgenden Sitzungen besprochen und beschrieben werden.

Wieviele Sitzungen nötig sind, hängt von dem Ziel ab.
Grundsätzlich läßt sich sagen, dass nach 4 Sitzungen bereits eine deutliche Veränderung der Symptome oder auch der Situationen im Alltag spürbar geworden ist.

Die Ziele sind allgemein formuliert Symptomfreiheit und neue Bewegungsfreiheit – diese wird spürbar im Körper, im Fühlen, Denken und Handeln.
Unabhängig vom konkreten Ziel gibt es allerhand „Nebenwirkungen“:
– ein gesteigertes Körper- und Selbstbewußtsein
– gesteigerte Konzentrationsfähigkeit auf Ziele im Alltag und Leben
– bessere Regenerationsfähigkeit auch bei anderen Verletzungen nach einem Prozess
– kreativer Zugang und flexibler Umgang mit Herausforderungen
– Leichtigkeit und Wohlbefinden
– mehr Energie

Das Bewußtsein für und die Kontrolle über die eigenen Spannungsmuster erlaubt uns zu entscheiden, wie wir heute mit Situationen umgehen wollen; sei es eine Verletzung, ein Ärgernis oder eine andere Herausforderung.
Das gibt uns die Möglichkeit, mit so viel Kraft wie nötig und so wenig wie möglich unsere Ziele zu erreichen; von der Genesung bis zur Dokotorarbeit.
So wird aus dem, was uns oder mit uns zu passieren scheint, etwas, das wir mitgestalten.